Psychologie Apps – so gefährlich sind sie wirklich!

Zu Hause bleiben, soziale Kontakte bis auf ein Minimum reduzieren und hoffen, dass Weihnachten mit der Familie dieses Jahr stattfinden kann – hallo 2. Lockdown. Das ist gerade alles andere als easy für unsere psychische Gesundheit und für viele stellt…

Psychologie Apps - so gefährlich sind sie wirklich!

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Zu Hause bleiben, soziale Kontakte bis auf ein Minimum reduzieren und hoffen, dass Weihnachten mit der Familie dieses Jahr stattfinden kann – hallo 2. Lockdown. Das ist gerade alles andere als easy für unsere psychische Gesundheit und für viele stellt sich die Frage “Wie soll ich das nochmal durchhalten? WIE?!”. Auf den ersten Blick klingen so genannte E-Mental-Health-Angebote ziemlich vielversprechend. Neben Online-Psychotherapieangeboten gibt es super viele frei verfügbare “Psychologie-Apps”, die einem dabei helfen sollen, die Coronakrise psychisch gut zu überstehen. Aber sind solche Apps wirklich eine gute Idee?

#corona #apps #psychologie

HIER BEKOMMT IHR HILFE:
Wenn es euch psychisch nicht gut geht, dann zögert nicht und holt euch so schnell wie möglich professionelle Hilfe!

Es gibt verschiedene Hilfs- bzw. Beratungsangebote bei denen ihr euch anonym und kostenfrei melden könnt:
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 (bzw. www.telefonseesorge.de; man kann hier auch chatten!)
Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“: 116111 (Beratungszeiten und weitere Infos unter www.nummergegenkummer.de)

Bei akuter (Suizid)Gefahr ruft direkt die 112 oder fahrt selbst in die Notfall-Aufnahme einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr könnt auch rund um die Uhr den psychiatrischen Bereitschaftsdienst unter der Tel.: 116 117 anrufen.

5 Tipps, um während der Coronakrise psychisch gesund zu bleiben von psychologeek:
https://youtu.be/hU3YgeiUH0k

Hier gibt es weitere psychologisch wertvolle Tipps: https://psychologische-coronahilfe.de/hilfen-fuer-erwachsene/

Link zum Selbsthilfeprogramm “MOODGYM”: https://moodgym.de
https://moodgym.de/app/MoodgymGerman/pdf/Info_moodgym_fuer_Patienten.pdf

Link zur Liste der (verschreibungspflichtigen) Apps vom Bundesinstitut für Arznei- und Medizinprodukte: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis

0:00 Intro
1:38 Was ist E-Mental-Health?
2:26 Online-Psychotherapie
4:10 Therapieunterstützende Apps
5:11 Das Problem mit den frei verfügbaren Apps
7:35 “Empfehlungen”
8:58 Zusammenfassung
9:23 Sucht euch professionelle Hilfe!
9:36 Abschluss

Quellen
♥ Mehr Online-Psychotherapie zu Corona-Zeiten:
Humer, E., Pieh, C., Kuska, M., Barke, A., Doering, B. K., Gossmann, K., … & Probst, T. (2020). Provision of psychotherapy during the COVID-19 pandemic among Czech, German and Slovak Psychotherapists. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(13), 4811.

♥ Vergleichbarkeit von Therapieerfolg bei digitaler Psychotherapie und klassischer Face-to-Face-Therapie:
Carlbring, P., Andersson, G., Cuijpers, P., Riper, H., & Hedman-Lagerlöf, E. (2018). Internet-based vs. face-to-face cognitive behavior therapy for psychiatric and somatic disorders: an updated systematic review and meta-analysis. Cognitive Behaviour Therapy, 47(1), 1-18.

♥ Es gibt nur wenige Apps, deren Wirksamkeit durch aussagekräftige Studien belegt wurde:
Lampert, C. (2018). Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche im App-Format. Prävention Und Gesundheitsförderung. doi:10.1007/s11553-018-0665-y

Terhorst, Y., Rathner, E. M., Baumeister, H., & Sander, L. (2018). «Hilfe aus dem App-Store?»: Eine systematische Übersichtsarbeit und Evaluation von Apps zur Anwendung bei Depressionen. Verhaltenstherapie, 28(2), 101-112.

Grist, R., Porter, J., Stallard, P. (2017). Mental Health Mobile Apps for Preadolescents and Adolescents: A Systematic Review J Med Internet Res 2017;19(5):e176

♥ Zusammenfassung zu digitalen Präventionsanwendungen:
Ebert, D. D., Cuijpers, P., Munoz, R. F., & Baumeister, H. (2017). Prevention of Mental Health Disorders Using Internet- and Mobile-Based Interventions: A Narrative Review and Recommendations for Future Research. Front Psychiatry, 8, 116.

♥ Zusammenfassung zu Suizidpräventionsapps (Bei einigen Apps sogar fehlerhafte Kontaktdaten zu Hilfehotlines):
Martinengo, L., Van Galen, L., Lum, E. et al. (2019). Suicide prevention and depression apps’ suicide risk assessment and management: a systematic assessment of adherence to clinical guidelines. BMC Med 17, 231.

♥ Wissenschaftliche Evaluation von “MoodGYM”:
Twomey, C., & O’Reilly, G. (2017). Effectiveness of a freely available computerised cognitive behavioural therapy programme (MoodGYM) for depression: Meta-analysis. Australian & New Zealand Journal of Psychiatry, 51(3), 260-269.

Löbner, M., Pabst, A., Stein, J., Dorow, M., Matschinger, H., Luppa, M., … & Riedel-Heller, S. G. (2018). Computerized cognitive behavior therapy for patients with mild to moderately severe depression in primary care: A pragmatic cluster randomized controlled trial (@ ktiv). Journal of affective disorders, 238, 317-326.

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